Herzlich willkommen in meiner Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie

Diagnosen

In meiner privatärztlichen Praxis biete ich Erwachsenen, Paaren und Jugendlichen ab dem 16. Lebensjahr professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von unterschiedlichsten Formen psychischer Erkrankungen, Problembereichen und seelischen Krisen an.

Nach einer fundierten Diagnostik in meiner Praxis, entwickeln wir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan, der eine schnelle Entlastung in den Vordergrund stellt, langfristig die Ursachen eruiert und Rückfälle vorbeugt.

Meistens entwickeln sich psychische Störungen und Problembereiche multifaktoriell. Die Psychotherapie kann somit auf verschiedenen Ebenen ansetzen. Ich möchte Sie gerne bei diesen Prozessen begleiten und Sie professionell unterstützen.

Depressionen

Etwa jede vierte Frau und jeder achte Mann ist im Laufe des Lebens von einer Depression betroffen. Als Hauptsymptome für eine depressive Episode gelten gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, Interessenlosigkeit und Antriebsstörungen. Hinzu gibt es eine Reihe von Zusatzsymptomen, die das Leben der Betroffenen erschweren: geringes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Unruhe, Schlafstörungen, Appetitverlust oder Gedanken an den Tod. Nich selten treten körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Rückenschmerzen auf.

Falls Sie eine depressive Erkrankung bei sich vermuten, nehmen Sie bitte schnellstmöglich professionelle Hilfe in Anspruch. Der Verlauf einer Depression wird bedeutsam durch den Zeitpunkt der Inanspruchnahme einer Behandlung beeinflusst.

Als Fachärztin für Psychotherapie biete ich Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse und persönliche Ziele abgestimmte psychotherapeutische Behandlung an.

Zusätzlich habe ich als Fachärztin für Psychiatrie in meiner privatärztlichen Praxis die Möglichkeit nach fundierter Diagnostik mit Ihnen eine effektive medikamentöse Behandlung der Depression mit Antidepressiva in Erwägung zu ziehen. Das Motto meines fachlichen Umgangs mit Verschreibung von Psychopharmaka lautet: »So wenig wie möglich, so viel wie nötig«.

Burnout

Das Burnout-Syndrom bedeutet wörtlich übersetzt – ausgebrannt sein.

Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, einem Alter, in dem Menschen im besonderem Ausmaß im Alltag Beruf und privates Leben im Einklang bringen müssen. Die Work-Life -Balance gelingt oft nur schwer. Stress und Überforderung im Umgang mit den Alltagsanforderungen sind gepaart mit mangelnder Fähigkeit eigene Grenzen wahrzunehmen.

Burnout geht mit zahlreichen psychischen und psychosomatischen Symptomen einher, wie z. B.: chronischer Müdigkeit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Ungeduld, Unruhe, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Beschwerden.

Zu Beginn einer Therapie ist eine fundierte Diagnostik sehr wichtig, um die Abgrenzung zu einer depressiven Episode abzuklären.

Die Entwicklung von Burnout wird durch das Vier-Phasen-Modell erklärt:

Phase 1- Enthusiasmus

Die Phase ist durch hohes Engagement gekennzeichnet, dabei klare Bereitschaft eigene Bedürfnisse hinten anzustellen. Enge Kopplung des Selbstwertgefühls an Bestätigung und Wertschätzung von Außen. Bleiben Erfolgserlebnisse aus, verspürt der Betroffene massive Unzufriedenheit.

Phase 2- Stagnation

In der Phase stösst der Betroffene an seine Grenzen, ignoriert diese jedoch weiter. Die Diskrepanz zwischen dem Erhofften und Erreichten wird deutlich. Man tritt auf der Stelle.

Phase 3- Frustration

In der Phase realisiert der Betroffene, dass die persönlichen Ziele nicht zu erreichen sind. Spätestens jetzt treten die ersten o. g. Begleiterscheinungen auf. Diese Phase wird als Kernpunkt des Burnouts bezeichnet. Denn genau jetzt wäre eigentlich der beste Zeitpunkt aus dem „Hamsterrad“ auszusteigen.

Phase 4- Apathie

Spätestens in der Phase tritt die emotionale Entfremdung auf. Der Betroffene spürt keine Freude mehr im Alttag und tendiert zur massiven sozialen Isolation.

Der beste Tipp ist: vorbeugen ist besser als heilen. Dafür eignen sich sehr gut Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen.

Wenn Sie einige der oben genannten Beschwerden bei sich bereits wahrgenommen haben, nehmen Sie bitte schnellstmöglich professionelle Hilfe in Anspruch. Sie sind in meiner privatärztlichen Praxis bestens aufgehoben. Mit meinem qualifiziertem Fachwissen biete ich Ihnen eine individuelle und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Therapie mit alltagsnahen Lösungsansätzen.

Lebenskrisen, Schicksalsschläge, Trauerbewältigung

Eine schwere Krankheitsdiagnose, massive Konflikte am Arbeitsplatz oder Trennung und Liebeskummer – eine Krise kann schnell dazu führen, dass die eigene Belastungsgrenze erreicht wird.

Wenn Sie gerade das Gefühl haben, Ihnen würde alles über den Kopf wachsen und der Kontrollverlust über die eigene Situation droht, dann ist eine professionelle Unterstützung dringend gefragt.

Gerne helfe ich Ihnen dabei den Weg aus der Krise zu finden. Dabei entwickeln wir gemeinsam individuelle Lösungen, die Sie im Alltag wirksam einsetzen können. Außerdem unterstütze ich Sie bei der emotionalen Verarbeitung mit dem Ziel einer nachhaltigen psychischen Stabilität.

Umgang mit eigener Homosexualität

Wenn Sie sich gerade vor dem Outing Ihrer Homosexualität befinden und professionelle Unterstützung brauchen, weil Sie z.B. in den Bereichen Selbstakzeptanz und bedingungslose Annahme Unsicherheiten spüren, dann sind Sie in meiner Praxis gut aufgehoben.

Wenn Sie nach dem Outing Unterstützung im Umgang mit Reaktionen verschiedener Personen brauchen, sind Sie ebenfalls in meiner Praxis herzlich willkommen. Gerne möchte ich Sie auf Ihrem Weg therapeutisch begleiten.

Trauerbewältigung

Der Verlust eines geliebten Menschen ist eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die das Leben für uns bereithält. Für viele Monate ist die Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen ein ständiger Begleiter.

Es gibt vier Phasen der Trauerbewältigung, die durchlaufen werden. Diese Phasen können jedoch sich miteinander vermischen oder sich überlappen.

  1. Phase des Nicht -Wahrhaben-Wollens und der Verleugnung – der Betroffene steht unter Schock
  2. Phase der aufbrechenden Gefühle – der Betroffene spürt den vollen Schmerz und die Verzweiflung. Diese Phase ähnelt einer Depression
  3. Phase der langsamen Neuorientierung – der Betroffene verspürt noch starke Stimmungsschwankungen, jedoch lassen Trauer und Hadern langsam nach
  4. Phase des neuen Gleichgewichts – der Betroffene gelingt zu einem neuen seelischen Gleichgewicht. Die Wehmut ist noch vorhanden, jedoch sieht man auch vertrauensvoll in die Zukunft.

Wenn Sie unter dem Verlust einer geliebten Person massiv leiden, sich vielleicht in der zweiten Trauerphase befinden und diese aus eigener Kraft nicht bewältigen können, dürfen Sie gerne zeitnahe in meiner Praxis vorstellig werden. Ich möchte Ihnen mit qualifiziertem Fachwissen zur Seite stehen. Auch wende ich bei der Trauerbewältigung erfolgreich das Verfahren EMDR an.

Beziehungskrisen

Wenn Sie sich als Paar mitten in einer Beziehungskrise befinden und das Gefühl haben, ohne professionelle Hilfe nicht weiter zu kommen, lade ich Sie gerne in meine Praxis ein. Ich biete Ihnen Paartherapie und Eheberatung an und stehe Ihnen mit fundiertem Wissen und langjähriger beruflichen Erfahrung gerne zur Seite: Beziehung beleuchten, alte Muster durchbrechen, einander verstehen. Für eine starke und harmonische Partnerschaft.

Posttraumatische Belastungsstörungen und Traumafolgestörungen

Das Erleben eines traumatischen Ereignisses kann für Menschen so bedrohlich und belastend sein, dass es die Möglichkeiten des Informationsverarbeitungssystems überfrachtet. Dies kann dazu führen, dass die Erinnerung an diese Situation mit all ihren Bildern, Gedanken, Gefühlen und Körpergefühlen isoliert abgespeichert und immer wieder im Hier und Jetzt abgerufen und erlebt wird.

Eine Posttraumatische Belastungsstörung zeichnet sich auf der Symptom-Ebene durch folgende Triade : Intrusionen (sich drängende Erinnerungen an das Ereignis), Vermeidungsverhalten (Vermeidung von Auslösern, die an das Ereignis erinnern könnten) und erhöhtes Erregungsniveau (erhöhte Schreckhaftigkeit, Anspannung, Reizbarkeit, Schlafstörungen).

Bei der Bewältigung traumatischer Erfahrungen greife ich in der traumafokussierten Therapie auf die phasenorientierte Behandlung zurück. Nach einer hinreichenden Stabilisierungsphase erfolgt eine Traumakonfrontationsphase, die in eine Phase der Integration und Neuorientierung mündet.

In der Stabilisierungsphase vermittle ich meinen Patienten psychoimmaginative Techniken (z. B. sicherer Ort und Tresor), ebenso wie Ressourcenaktivierung, Achtsamkeitsübungen und Entspannungsübungen. Diese dienen einerseits der Spannungsreduktion und andererseits der Distanzierung und der Affektkontrolle.

Seit 2010 bin ich ausgebildet in dem speziellen Bereich der Psychotraumatologie und wende seitdem das EMDR Verfahren in der Traumakonfrontationsphase erfolgreich an.

Sie dürfen im Rahmen einer traumafokussierten Therapie meine langjährigen Erfahrung und mein breites Behandlungsspektrum auch bei komplexen Traumafolgestörungen in Anspruch nehmen. Dabei ist mir die Arbeit mit den inneren Kindern sehr wichtig.

Angsterkrankungen

Angst ist zunächst eine natürliche Schutzreaktion unseres Körpers. Manchmal gerät diese natürliche »Alarmanlage« aus dem Gleichgewicht.

Der Bereich der Angststörungen ist sehr vielseitig:

  • Panikattacken – massive Angstattacken mit körperlichen Symptomen wie: Atemnot, Herzrasen, Schwitzen, Schwindel, Druck auf der Brust und Schmerzen in der Brustgegend. Diese treten meistens unerwartet, wie beispielsweise in Ruhephasen auf.
  • Agoraphobie – die Angst an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig oder unmöglich scheint
  • spezifische Phobien – z. B. Angst vor bestimmten Tieren wie Spinnen, Höhenangst, Claustrophobie
  • soziale Phobien – wenn im Mittelpunkt stehen zur Tortur wird
  • generalisierte Ängste – wenn die Sorgen um alles und jeden den Alltag zur Qual machen

Nach einer fundierten Diagnostik in meiner Praxis, entwickle ich gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan (z. B. Expositionstraining bei Phobien ), der eine schnelle Entlastung in den Vordergrund stellt und langfristig die Ursachen eruiert sowie möglichen Rückfällen vorbeugt.

Zwangserkrankungen

Dieser Bereich der psychischen Störungen, der von aufdringlichen Gedanken (z. B. »Ich bin keine gute Mutter«) oder von Zwangshandlungen (z. B. ständiges Händewaschen oder ständiges Überprüfen von elektrischen Hausgeräten oder Haustüren, ob sie ausgeschaltet oder abgeschlossen sind) geprägt ist, wird in der Gesellschaft immer noch stark tabuisiert.

Viele Betroffene trauen sich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil sie massive Schamgefühle empfinden und Angst davor haben als »verrückt« abgestempelt zu werden.

Sie versuchen über Jahre, ihre Beschwerden unter großen Anstrengungen geheim zu halten. Dadurch entsteht eine zusätzliche Belastung im Alltag.

Die Herausforderung in der psychotherapeutischen Behandlung von Zwangserkrankungen besteht darin, den »Kern« des Zwanges zu eruieren, dessen Funktion für den betroffenen aufzudecken und somit eine Entlastung in der Symptomatik zu erreichen.

Bei klarer fachlicher Indikation wende ich in der Behandlung von Zwangserkrankungen das EMDR Verfahren an.

Essstörungen

sind Verhaltensstörungen, bei denen die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema »Essen« von zentraler Bedeutung ist.

Anorexie – Mager-Sucht

Die Betroffenen weisen ein restriktives Essverhalten vor, das zu Untergewicht führt. Sie haben eine ausgeprägte Angst vor der Gewichtszunahme und greifen zur Maßnahmen wie z. B. Fasten, Erbrechen, exzessive Bewegung. Der Body-Mass-Index ist niedriger als 18,5.

Es besteht meistens eine gestörte Wahrnehmung der eigenen Figur / des eigenen Gewichts, eine übermässige Abhängigkeit des Selbstwertgefühls von Figur und Gewicht und oft eine mangelnde Einsicht in den Schweregrad des eigenen Untergewichts.

Bulimie – Ess-Brech-Sucht

Die Betroffenen leiden unter wiederkehrenden Episoden von Essanfällen, bei denen ungewöhnlich große Nahrungsmengen in einem umschriebenen Zeitraum verzehrt werden. Dabei erleben sie einen massiven Kontrollverlust über das oder wieviel sie davon essen. Diese Phasen werden durch kompensatorischen Maßnahmen gefolgt, um eine Gewichtszunahme zu verhindern: z. B. selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, Fasten, exzessive Bewegung. Diese Phasen treten mindestens einmal pro Woche auf. Auch hier besteht eine übermässige Abhängigkeit des Selbstwertgefühls von Figur und Gewicht.

Binge-Eating-Störung – Esssucht

Bezeichnend ist das wiederholte Auftreten von Essanfällen mit Verschlingen von großen Nahrungsmengen, dem Gefühl des Kontrollverlustes. Die Anfälle sind mit Ekelgefühlen gegen sich selbst, Niedergeschlagenheit und Schuldgefühlen verbunden. Die Betroffenen greifen nicht zur kompensatorischen Maßnahmen. Die Störung führt zu einer kontinuierlichen Gewichtszunahme.

Die Ursachen sind multifaktoriell, die therapeutischen Ansätze breit gefächert.

In der Psychotherapie geht es erstmal darum, einen normalen Umgang mit dem Essern wieder herzustellen. Die große Herausforderung in der Behandlung besteht oft darin, den »Kern« ausfindig zu machen und dessen Funktion aufzudecken (z. B. Selbstwertproblematik, Abhängigkeits- und Ablösungskonflikte, Perfektionismus, Kontrolle, passive-aggressive Haltung, mangelhafte emotionale Selbstregulierung, traumatisierende Erfahrungen usw.)

Gerne setze ich in meiner Praxis in der Therapie der Essstörungen das fundierte EMDR- Verfahren ein.

Gynäkologische Psychosomatik

Die Psychosomatik betrachtet die engen Zusammenhänge zwischen seelischen bzw. psychischen Prozessen und den körperlichen Vorgängen und Symptomen. Die aktuellen Erklärungsmodelle verzichten auf die Suche nach einfachen Ursache-Wirkungs-Ketten, sondern berücksichtigen eine multifaktorielle Betrachtung. Besonders in der Gynäkologie treten körperliche Symptome und Erkrankungen häufig in sensiblen Lebensphasen und Übergängen der Frauen auf, wie z.B. auf dem Weg in die Mutterschaft oder das Klimakterium.

Ein besonderer Bereich widmet sich der Symptomatik der postpartalen Depressionen, der Anpassungsstörungen oder depressiven Symptomen nach einer Fehlgeburt oder einer Totgeburt, ebenso bei unerfülltem Kinderwunsch oder Krebserkrankungen (z. B. Brustkrebs oder Unterleibskrebs). Hier steht weniger das ursächliche Betrachten im Vordergrund; es geht vielmehr um die psychische Belastung, die sich durch die besonderen Lebensumstände oder durch die Erkrankung ergeben.

Mein Verständnis der gynäkologischen Psychosomatik beinhaltet das Fokussieren auf das individuelle körperliche und psychische Beschwerdebild, das unter Berücksichtigung der lebensgeschichtlichen Faktoren, ressourcenorientiert behandelt werden kann. Auch hier wende ich fachlich fundiert das EMDR-Verfahren an, mit dessen Hilfe belastende Ereignisse effizient und erfolgreich prozessiert werden können.

Persönlichkeitsstörungen

Selbstunsichere ( ängstlich-vermeidende) Persönlichkeitsstörung

Die Betroffenen sind schüchtern, fühlen sich gehemmt in zwischenmenschlichen Situationen und isolieren sich oft aus Angst vor negativer Bewertung, Kritik oder Zurückweisung. Sie erleben sich als minderwertig und stehen nicht gerne im Mittelpunkt. Es äußert sich symptomatisch als seit der Kindheit und Jugend bestehende soziale Phobie. Das Risiko für das Entwickeln einer Angststörung oder Depression ist deutlich erhöht. Oft suchen die Betroffene die Hilfe eines Psychotherapeuten erst beim Auftreten der Angststörung oder Depression.

Dependente Persönlichkeitsstörung

Die Betroffenen haben das Gefühl ihr Leben nicht eigenständig führen zu können. Sie brauchen immer eine Person, die sie unterstützt und ihnen wichtige Entscheidungen abnimmt. Aus Angst, diese Bezugspersonen zu verlieren, ordnen Sie sich dem Partner unter und äußern eigene Bedürfnisse nicht. Dadurch entstehen häufig massive Beziehungsprobleme. Oft suchen die Betroffene die Hilfe eines Psychotherapeuten aufgrund der Beziehungsprobleme.

Borderline

Es handelt sich um eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität von Emotionen und Stimmung, der Identität sowie zwischenmenschlichen Beziehungen charakterisiert ist. Die Betroffenen erleben sich als Opfer ihrer massiven Stimmungsschwankungen, extremen Anspannungszuständen, die sie als unerträglich empfinden. Viele von Ihnen setzen selbstverletzende Verhaltensweisen ein, um die Anspannungszustände zu verringern. Sie fühlen sich innerlich zerrissen, haben ein gestörtes Selbstbild, leiden unter massiven Ängsten vor dem Alleinsein, führen instabile Beziehungen, können die Nähe-Distanz in einer Beziehung kaum regulieren, leiden unter massiven Bindungsstörungen.

Über 50% der Betroffenen berichten von schwerwiegenden Missbrauch, über 60% von emotionaler Vernachlässigung, fast alle haben sich als gefährdet und gedemütigt erlebt. Über 60% der Betroffenen hat mindestens einen Suizidversuch verübt.

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) nach Linehan, die ich seit ca. 15 Jahren erfolgreich bei meinen Patienten mit Borderline PS anwende, basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie, umfasst u.a. auch Meditationstechniken und wird als erfolgreichstes Verfahren anerkannt. Wesentliche Bausteine dabei sind: innere Achtsamkeit, zwischenmenschliche Fertigkeiten, Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz und Selbstakzeptanz. Nach Erlangen der Stabilität im Bereich der Borderline-Symptomatik, kann sich die psychotherapeutische Behandlung der belastenden Ereignissen der Vorgeschichte widmen und zwar in den psychotraumatologisch etablierten Schritten: Stabilisierung, Konfrontation, Integration (siehe PTBS).

Psychosomatische Beschwerden, chronische Schmerzen

Wenn die Schulmedizin keine ausreichenden pathologischen Befunde für das körperlich empfundene Leiden findet, so kann zunächst Ratlosigkeit entstehen und den Betroffenen wird der Weg zum Psychotherapeut nahegelegt.

Das Ziel in der Psychotherapie liegt darin, die »Körpersprache« verstehen zu lernen. Es geht oft dabei z. B. um das Abbauen von Schonverhalten, neue Wege zur Stressbewältigung erlernen, Ressourcenaktivierung, aber auch den »Kern« und dessen Funktion aufzudecken.

Bei chronischen Schmerzen wende ich in meiner Praxis erfolgreich das fundierte EMDR- Verfahren an. Es gibt aktuelle wissenschaftliche Studien die auch in Deutschland durchgeführt worden sind (z. B. an der Uniklinik Heidelberg), in denen die Wirkung des EMDR- Verfahrens bei chronischen Schmerzen deutlich nachgewiesen wurde.

Mobbing

Das Mobbing definiert als soziologischer Begriff das wiederholte, regelmäßige und seelische Schikanieren, oft auch das körperliche Verletzen eines einzelnen Menschen durch eine Art von Gruppe oder Einzelperson.

Es gibt Mobbing am Arbeitsplatz, in der Schule und es gibt Cybermobbing.

Prof. Kolodej, eine Größe in dem Bereich der Forschung über das Mobbing, hat ein kurzes, sehr effektives Screening erstellt, das folgende drei Fragen beinhaltet:

  1. Bin ich wiederholten, schikanierenden Handlungen ausgesetzt worden?
  2. Sind die schikanierenden Handlungen systematisch gegen mich angewendet?
  3. Haben die schikanierenden Handlungen das Zeil mich zu isolieren?

Wenn man alle drei Fragen mit »ja« beantworten kann, besteht der klare Verdacht auf Mobbing. Wenn eine der drei Fragen mit »Nein« beantwortet wird, dann handelt es sich um andere Formen des seelischen oder körperlichen Verletzens.

Wenn Sie den Verdacht haben aktuell betroffen zu sein, fachlich kompetente und menschlich empathische Unterstützung dringend brauchen, dann sind Sie in meiner Praxis gut aufgehoben.